Freitag, 31. August 2007

21 Days

Heute bin ich auf den Tag genau 3 Wochen hier. Das kommt mir nur gar nicht so vor... bin ich nicht erst vor ein paar Tagen angekommen? Irgendwie verfliegt die Zeit gerade. Besonders wenn man den ganzen Tag beschäftigt ist - So sind die 5 Tage mit Max auch schon wieder um :(
Und weils so schön war, kommen hier noch ein paar Fotos von unserer Architecture Cruise:






Und nun kehrt doch noch Alltag in die 1151 W. 15th Street ein. Kein Besuch, keine Freizeit -bloß UIC ;) ok, das klingt jetzt vielleicht ein wenig zu dramatisch...
Dienstag Nachmittag hatte ich dann noch meinen letzten Politikkurs, der in Deutschland eher als Jura durchgehen würde. Der Professor (sehr jung) hat sich erstmal as "Asshole" vorgestellt, der uns im Kurs demütigen würde; das soll uns auf das erste Jahr Law School vorbereiten... ich kam mir vor wie Reese Witherspoon in "Natürlich Blond". Meine Freizeit werde ich jetzt also damit verbringen, Supreme Court Urteile zusammenzufassen!

Mittwoch hat mich der Phil dann noch zu einem Geschichtskurs "US History in the 20th Century" mitgenommen. Es geht um American Identity und scheint sehr interessant zu werden. Professor Schultz (German origin???) hat sich direkt über das große Interesse von deutscher Seite gefreut. Die 3 Stunden - kann sehr lange werden, wenn man in einem Raum ohne Tageslicht sitzt - hat er mit Vorlesen, DVD und Musik aufgelockert.



So viel neues kann ich auch gar nicht berichten. Ich war halt in der Uni und - um es nochmal zu wiederholen ;) - habe zusammen mit Phil und Diana versucht, dem Max ein paar Eindrücke von Chicago zu vermitteln.
Wir waren zwei mal Downtown; haben an einem Automaten, der nicht größer war, als ein Cola-Automat DVDs ausgeliehen (tolle Sache!!!); wir waren Deep Dish Pizza essen; wir haben gekocht; und hatten gestern morgen noch ein ganz perverses Hashbrown-Frühstück... was mal halt so in den USA macht...

Dienstag, 28. August 2007

Getting Started

Jetzt ist es an der Zeit, ein neues Update zu erstellen. Auch wenn es ein wenig schwierig ist, da ich im Computer Lab sitze und staendig z und y verwechsel. Die letzten Tage waren aufregend und ereignisreich. Am Sonntag (meinem letzten Ferientag) haben wir die Chicago-Touri-Tour wiederholt (die zuerst fuer mich organisiert wurde, dann mit Jenny und jetzt mit Max). Wir sind mit dem Bus zum Millenium-Park gefahren und haben uns dort die Bean und die Wasserspiele angesehen. Dann sind wir am Ufer entlang richtung Navy Pier spaziert, wo wir uns erstmal Karten fuer die einstuendige Architektur-Bootstour auf dem Chicago-River gesichert haben. Nach einem Imbiss bestehend aus Hot-Dog und Ben&Jerry's gings dann aufs Wasser. Die Tour wurde von einem ehem. Geschichts-Studenten geleitet - war also recht fundiert und interessant. Ich habe 1000 Fotos gemacht, die aber leider erst spaeter hochladen kann. Es war mal wieder so heiss, dass ich mir erstmal nen Sonnenbrand geholt habe ;) haette nicht gedacht, dass das dieses Jahr noch passiert. Dannach haben wir Max noch unsere Lieblings-Mall gezeigt und ne Pretzel bei "Auntie Anne" gegessen - hier werden die Bretzeln erstmal in Fett getunkt und dann mit Dip gegessen... oder mit Karamel-Glasur.... strange...

Gestern begann dann der Ernst des Lebens fuer Philip und mich. Der erste Tag an der UIC. Auf meinem Stundenplan standen 2 Geschichtstkurse (Africa and it's Diasporas and African-American History) - einen davon wollte ich mir auswaehlen.
Im ersten Kurs kam der Professor erstmal zuspeat, da er dachte dass sich nicht genug Studenten registriert haetten. Was mich total irritiert hat war, dass niemand hier miteinander spricht. Alle sassen schweigend auf ihren Plaetzen oder haben gelesen... nochmal strange. Die Raeumlichkeiten sind hier sowieso eine Katastrophe! Muss unbedingt mal ein paar Fotos machen um Mitleid zu erwecken. Die Fenster sind meist nur so schmal wie Schiessschaechte, dunkel getoent und manchmal sogar zugenagelt. UGLY!!!!!! Ich moecht mal wissen, wer das konstruiert hat. Der Kurs scheint aber ganz ok zu sein.

Mein zweites Seminar war dann der Horror an sich. Anstelle eines normalen Geschichtskurses, geht es hier um Filmanalyse von und mit Afro-Amerikanern. Das war schon in Bonn nicht gerade mein Lieblingsthema....Wir haben eine Liste mit 15 Filmen bekommen und sind die dann durchgegangen - meine 9 Mitstudenten (7 Schwarze und 1 Latino) kannten die irgendwie alle... ich hab na nicht mal die Namen gehoert... ok, ich kam mir leicht fehl am Platz vor und werde wohl doch noch was anderes aussuchen.

Heute hatte ich dann meine ersten beiden Politik-Kurse - waren beide beim selben Prof (der sieht irgendwie aus wie Detlef D Soost) der sich auf US Constitutionalism spezialisiert hat. Die Themen sind Civil Liberties and the Constitution und African-Americans and the Law before 1954. Die Kurse scheinen interessant, aber auch arbeitsintensiv zu sein... insgesamt werde ich wohl ueber 200 Supreme-Court Decisions lesen muessen. Aber hier bekommt man genau gesagt, womit man sich vorbereiten muss, wann die Exams sind und was fuer quizzes, briefs und papers sonst noch faellig sind. Fuer die ersten 4 Buecher habe ich auch schon ueber $250 im Bookstore gelassen.

Wenn ich meine Pause nun im Internet ueberbrueckt habe, startet mein letzter Kurs (wieder Law - ich glaub ueber den Supreme Court). Naechstes Jahr bewerbe ich mich dann an der Harvard Law School ;)
Dann werde ich versuchen, Phil und Max Downtown zu finden. Zumindest habe ich jetzt endlich meinen U-Pass, mit dem ich nach Lust und Laune mit allen Bussen und U-/S-Bahnen fahren kann. Und ne ID habe ich auch bekommen... und zwar viel schoener und professioneller als in Bonn!!!

Samstag, 25. August 2007

Pannen

Die Pannenserie reißt nicht ab ;) jedenfalls teilweise. Heute morgen wurden pünktlich um 9.00 Uhr Waschmaschine und Trockner geliefert - sehr gut! Dafür gab es mehr probleme mit den Shades, die Allen für uns installieren sollte.
In unserer Wohnung hat er festgestellt, dass die Shades, die er für die schmaleren Fenster gekauft hat, einen anderen Farbton haben und zudem zu kurz sind... die Befestigung hat er nun installiert, die Shades werden in der nächsten Woche nachgeliefert - nun ja, so kommt morgens vielleicht schon mal 50% weniger Licht in mein Zimmer!

Heute Nachmittag habe ich mich dann auf den Weg zum Supermarkt gemacht - man erinnere sich: gestern waren die Kühltheken im "Dominick's" noch außer Betrieb. Daher habe ich mir auf dem Stadtplan den nächsten "Jewels" rausgesucht und bin mit dem Bus dorthin. Die Gegend war nicht so prickelnd und ich musste mich mit Latinos und Afro-Amerikanern um die letzten Einkaufswagen streiten.
Im Supermarkt fiel mir auf, dass das erste Regal fast leer war und die Ware um 40% reduziert. Ok, dachte ich mir, das sind wohl Sachen, die bald ablaufen und daher verbilligt abgegeben werden. In den nächsten Gängen bot sich jedoch derselbe Anblick. Panikkäufe aufgrund der Sturmwarnungen der letzten Woche??? Nein, als ich mir die Schilder genauer betrachtete, sah ich, dass der Supermarkt heute Räumungsverkauf macht!!! Na supi, das Ende der Geschichte ist, dass ich immer noch keinen O-Saft bekommen habe und auch Waschmittel war nirgends mehr zu finden!

An der Busshaltestelle musste ich dann auch noch 25min auf den nächsten Bus warten. Dann kamen gleich 4 (!!!!) auf einmal..... bis dahin musste ich mich von einer Missionarin von der "First Baptist Church" zulabern lassen. "Do you have a church?", "Do you know for sure, that you would go to heaven?", "Did you ever ask Jesus to rescue you?" - äh...... ich habe ihr versprochen mal in ihre Kirche zu kommen und dann hat sie sich den anderen Wartenden zugewandt.

Zu Hause habe ich mich dann mit Muffinsbacken beschäftigt. Dabei habe ich dann noch den Rauchmelder aktiviert... bloß dass ich im ganzen Raum keinen Rauch gesehen habe - und die Muffins sind auch alles andere als verbrandt. Merkwürdig... die Technik hier kann einen manchmal echt überfordern.
Jetzt hoffe ich, dass Max und Phil nicht zu lange hierhin brauchen, da die Flughafenbahn heute ausgefallen ist (nein, ich bin immer noch in Chicago und NICHT in einem Dritteweltland) und nur noch ein Busshuttel fährt...

Ach ja.. Durch Zufall habe ich heute die Kursanforderungen für die Kurse gesehen, die ich gestern belegt habe und dabei ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen. Die ersten Analytical Papers (woher soll ich wissen, wie man so was schreibt???) sind am 5. September fällig.... und jeder Kurs hat pro Stunde 20 Werke auf der Literaturliste.... Habe meine Grad-Kurse jetzt doch erstmal gegen Undergrads eingetauscht (Afro-Americans and the Law und African Diaspora). Wenn ich nach einem Semester mit dem System vertraut bin, kann ich mich immer noch an das PhD-Level heranwagen.

Freitag, 24. August 2007

UIC - Willkommen in der Irrenanstalt

Heute morgen ging die Mission "class registration" los. Um 1o vor 10 sollten wir bei unserer Kontaktperson Ängie sein, damit sie uns zu dem um 10 Uhr festgesetzten Termin mit einem Academic Advisor bringen konnte. Am Telefon meinte sie nämlich, dass es zu kompliziert wäre, den Weg zu erklären. OK soweit.
9.50 Uhr: Sonja und Philip stehen vor verschlossenen Türen - "where the hell is Ängie?" Kurz vor 1o kam sie dann zurück, sie hatte leider vergessen, dass sie mit uns verabredet war.... Ängie: "So guys, where do you have to go?" - wir nur: "We don't know... you didn't tell us..." Die Frau ist sooo verplant!!! Eigentlich wollte sie auch Kopien unserer Transcripts angefertigt haben... das wurde dann jedoch auch in unserem Beisein erledigt.

Um 10.15 Uhr wurden wir dann am Office des Undergrad-Koordinators von Political Science abgesetzt, ein ganz netter älterer Professor der Spaß daran hatte, an uns seine Deutschkenntnisse zu testen. Ok, wir berichteten von unserem Dilemma, dass wir als Undergrad eingestuft sind, in Deutschland aber Graduate Status haben und die Uni uns nur mit Magisterabschluss als Graduate zulassen will. "That does not make any sense" war seine Einschätzung... er hat auch den obersten Behörden seine Meinung aufs Band gesprochen, hat uns aber gleichzeitig keine Hoffnung gemacht, dass sich diese Policy jetzt ändern würde. Stattdessen brachte er uns dann zum Büro des Graduate-Koordinators von Political Science (James). James hat mal 1 1/2 in Schwäbisch-Gemünd gelebt und einen Freund der seinen Magister in Bonn gemacht hat - er war willig, sich für 2 arme deutsche Austauschstudenten einzusetzten... und erhofft sich gleichzeitig noch, dass wir ihm Deutschunterricht geben ;) er war schon ein wenig crazy....

James hat uns erstmal als "Honour Grads" aufgenommen und uns einen Zugang zum Graduate Computer Lab eingerichtet. Jetzt sind wir die V.I.P's mit Sonderstatus ;) Er hat auch seine Zustimmung gegeben, dass wir Graduate Kurse belegen dürfen.... ich hoffe nur, dass das so klappt, da unser offizieller Status ja Undergrad ist. An der Uni läuft alles über 100 Büros und Departments und keiner weiß davon, was der andere macht. Solange mich die Professoren im Kurs sitzen lassen und meine Credits angerechnet werden ist's gut!

Ich habe mich jetzt für die Grad-Kurse "Transitions to Democracy" und "Topics in Comparative Politics", zusätzlich noch 2 Undergrad-Kurse "Constitution and Civil Liberties" und "Constitutional Law" registrieren können. Bei Phil ist es nicht so gut gelaufen, er hatte noch 2 Stunden trouble, da seine Passwörter nicht mehr funktioniert haben und er offiziell noch als Student der "School of Architecture and the Arts" registriert war... das muss Ängie jetzt erstmal fixen!

Freue mich schon auf morgen: dann bekommen wir Waschmaschine, Wäschetrockner, Shades und den Mo (aber nur leihweise ;) )

Donnerstag, 23. August 2007

Die Welt geht unter...



*Blitz trifft auf Sears Tower*






Sitze gerade in meinem Bett und sehe einen Blitz nach dem anderen runterkommen. Das Wetter hier ist echt extrem. Heute morgen sind Philip und ich um 8.00 unter blauem Himmel in richtung UIC losgezogen. Die International Student Orientation stand auf dem Programm. Wir hatten keine Ahnung was dort geboten wird und wieviele Internationals dort überhaupt anfangen (40?) - alles was wir wussten war, dass jedem International automatisch $100 für den Spaß berechnet werden, ob man nun teilnimmt oder nicht!

Vor dem Konferenzraum wurde erstmal Frühstück serviert. Schon dort mussten wir feststellen, dass wir sowohl mit unserer Studienrichtung, als auch mit der Hautfarbe eher Exoten in der Gruppe waren. Von den geschätzten 300-400 Teilnehmern handelte es sich bei mehr als 95% um Asiaten und Inder, die schon alle in Gruppen standen und wie wild aufeinander eingeredet haben. Zu Beginn der Veranstaltung wurde erstmal nach den Herkunftsländern gefragt...
"Who is from China? Who is from Japan? Who is from Taiwan? Anybody from Europe?" - ok, am Ende hat sich der Moderator darauf eingelassen, dass man Europa auch nochmal unterteilen kann
Letztendlich haben wir uns dann zu drei anderen deutschen Austauschstudenten gesellt.

Thematisch wurden Visafragen, Arbeiten in den USA, Beratungsmöglichkeiten, Versicherungsfragen und ähnliches abgedeckt. War ganz interessant... trotzdem beschäftigt mich momentan vorangig die Frage nach meiner Kurswahl. Morgen ist endlich der Termin mit dem Advisor... ich hoffe mal, dass noch ein paar Plätze frei sind, dass ich dann meine Student ID bekomme und endlich meinen Bus-Pass beantragen kann. We'll see!

Auf dem Rückweg wurden wir dann von einem mega Gewitter erwischt. Diana hatte gerade noch angerufen und berichtet, dass in Arlington Heights (1 Stunde entfernt) eine Tornado-Warnung rausgegangen ist. Vor der Uni sahen wir dann schon, wie sich die Wolken über uns drehten. Leider dauerte es dann nur 1 1/2 min bis der Regen dann losging. Wir konnten uns noch in einen Bus retten, der jedoch nur annähernd zu unserer Straße fuhr und unseren Haltewunsch missachtete. Nach 10min Dauerlauf im Regen und mind. 5 beinahe Herzinfakte, ausgelöst durch Donnerschläge und Blitze in nächster Nähe, sind wir dann durchnässt und außer Atem in der Wohnung angekommen.

Mittwoch, 22. August 2007

Sightseeing mit Jenny

Gestern hatten wir nun endlich Zeit um uns so richtig um unseren Gast Jenny zu kümmern! Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Bus Nr. 7 in Richtung Milleniumpark. Unsere erste Station war der Buckingham Fountain, der mit der wunderbaren Skyline im Hintergrund ein herrliches Fotomotiv darstellt.



Weiter ging es entlang des Lake Michigan bishin zum Navy Pier. Das ist ein ganz schön weiter Weg, besonders wenn es fast 30° heiß ist und die Luftfeuchtigkeit an die Tropen erinnert. Gott sei dank wehte am See eine leichte Briese und Getränkestände waren auch in regelmäßigen Abständen zu finden. Der Pier selber war sehr touristisch.... ein von McDonalds betriebenes Riesenrad, überall Lautsprecher mit Dudelmusik, aber auch lecker Ben&Jerrry's Eis.




Dannach gings wieder zurück in die Hochhausschluchten. Nachdem wir dem Diesel Store und Abercrombie&Fitch in der 7-Stockwerk-Mall einen Besuch abgestattet hatten, blieb noch ein wenig Zeit um die Architektur zu bewundern und ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Mit schmerzenden Füssen haben wir uns zur nächsten Blue Line Haltestelle geschleppt um dann wieder ins University Village (mein Viertel) zu fahren.





Dort waren wir dann bei einem chinesischen Restaurant, dass uns Steph empfohlen hatte. Ohne Bedenken haben wir direkt mal eine gemischte Vorspeisenplatte und 3 Hauptgerichte bestellt. Nachher mussten wir einsehen, dass wir wohl auch von den Vorspeisen und 1 Hauptgericht locker zu dritt satt geworden wären... und die Idee mit dem Doggy Bag war auch nicht so brilliant - im Kühlschrank stank es heute morgen furchtbar nach Knoblauch.


Apropos "heute morgen": der Tag begann schon vor 5 Uhr, da Jenny noch mit gefühlten 2000kg Gepäck zur Bahnhaltestelle gebracht werden musste (Jenny, hab dich trotzdem gern begleitet ;) ). Gott sei dank hatten kurz vorher wenigstens die T-Storms aufgehört!! Aber hier ist es nicht etwa so, dass ein Gewitter eine Abkühlung mit sich bringt... ganz im Gegenteil...
Als ich dann heute mittag zum ersten Mal das auf 14° heruntergekühlte Apartment - leichtsinnig in Jeans und T-Shirt - verließ, traf mich draußen fast der Schlag! Ca. 34° im Schatten, aber kein Schatten weit und breit auf dem Weg zum Target. Und der auf 15min geschätzte Fussweg zog sich dann doch auf eine halbe Stunde. Zurück haben wir dann den Bus genommen... die einzigen Weißen unter Afroamerikanern... aber egal! Hauptsache ich bin nicht mehr weiter als 10m von meinen Eiswürfel- und Wasserspender entfernt!

Dienstag, 21. August 2007

Home Sweet Home



Hier kommen wie Versprochen ein paar Impressionen aus unserem neuen Penthouse. Von links nach rechts das Gästezimmer, mein Badezimmer, die Küche, das Wohnzimmer und mein Zimmer.

Mir kommt das ganze immer noch ziemlich irreal vor. Fühle mich gerade wie im Urlaub im 4-Sterne Luxushotel, bloß dass ich übermorgen noch nicht abreisen werde. Den Tisch und die Stühle hat uns Diana übrigens gestern als kleinen Surprise vorbeigebracht - genau richtig um den neuen Essbereich heute mit einem ausgiebigen Pancake und Rührei Frühstück einzuweihen... Im Hotel wärs auch nicht besser gewesen, watt Jenny???

Leider gibt es so viel zu erledigen, als das wenig Zeit bleibt um die Stadt zuerkundigen. Gestern haben wir die arme Jenny zuerst zur Uni geschleppt, wo Diana sich ein IBook Pro (*heul*) gekauft hat, dann gings zu Staples um Schreibwaren zu kaufen und zum Schluss haben wir noch mehr als eine Stunde bei Home Depot gebraucht um uns über die Preise für Rollos zu erkundigen. Da die Schlafzimmer zu einer Seite hin komplett verglast sind und auf der gegenüberliegenden Seite die Baustelle nachts Beleuchtet ist, ist es momentan recht hell in den Zimmern. Nebenbei mussten wir noch rumtelefonieren, um endlich ein Appointment mit unserem Advisor zu bekommen... vorher können wir keine Kurse belegen, und um Internet freischalten zu lassen.

Ängie vom International Office hat sich bis jetzt noch nicht gemeldet... ok, die Uni beginnt ja auch erst Montag und die anderen Studenten belegen schon seit April (!!!!) ihre Kurse, aber is ja nitt so schlimm....
Dafür hats mit dem Internet besser funktioniert. Gestern abend stand aufeinmal eine Leitung - aber nur in meinem Zimmer. Diana und Phil sind dann nochmal schnell zu Target gefahren um einen W-Lan Router zu kaufen und jetzt haben wir ein richtiges Netzwerk!!!

Wir haben es dann auch noch rechtzeitig ins Kino geschafft, um das Bourne Ultimatum zu sehen... sehr empfehlenswert. Und heute geht's dann hoffentlich doch noch in die Stadt!

Montag, 20. August 2007

Move, move...

Momentan bin ich vom www abgeschnitten. Daher gibts heute auch nur eine kurzes update vom Uni Computler Lab... 10finger System funktioniert auf der Ami-Tastatur noch nicht so super. Gestern sind wir in Rekordzeit umgezogen. Moebelaufbau, Grundreinigung und erster Einkauf wurden auch schon erledigt. Internet muessen wir leider erst noch freischalten lassen - ich hoffe mal, dass das innerhalb dieser Woche klappt. ;) erst dann gibts naemlich Fotos.

Jenny ist gestern auch gut angekommen und hat als erstes unser Gaestezimmer eingeweiht. Und meinen tollen 1.95$ Duschvorhang von Ikea von der Decke geholt :) ich hoffe nicht alle Gaeste betaetigen sich des Vandalismus. Wenn Jenny ihre Wohnung in Harrisburg organisiert hat, gehts in die Stadt.

Sonntag, 19. August 2007

Shop till you drop

Gestern ist eigentlich nicht so viel interessantes hier passiert. Zur Abwechslung waren wir malga wieder Shoppen - aber nicht zum bloßen Vergnügen, sondern lebenswichtige Haushaltsartikel. Bei Walmart haben wir z.B. Toaster, Kaffeemachiene und elektrischen Dosenöffner im Set für $19,99 erstanden. Staubsauger, Bettwäsche und Putzutensilien durften natürlich auch nicht fehlen.

Bei AT&T konnte ich dann auch noch einen Handyvertrag abschließen. Habe jetzt 300 Freiminuten + 1000 Freiminuten abends und am Wochenende und 200 SMS - damit sollte man eigentlich gut leben können... zumal ich momentan noch nicht so furchtbar viele Leute kenne, die ich anrufen könnte. Nach Deutschland kann ich damit nicht anrufen - dafür hätte ich nochmal extra zahlen müssen. Wie ich von Carl weiß, kann ich stolz sein, eine 312 Vorwahl für Downtown Chicago zu haben - das bekommen nur die gaaaanz coolen Leute hier ;)

Abends wollten wir eigentlich zu einem Konzert der Gipsy Kings (who the hell is that?), wir wollten dort Picknick machen... leider hatten wir dann gestern den ersten richtigen Regentag und haben dann darauf verzichtet uns in den Matsch zu begeben.
Stattdessen waren Carl, Steph's Geschwister und noch eine andere Freundin der Familie zum Dinner da und Spieleabend da. Taboo auf Englisch ist gar nicht mal so einfach... gott sei dank, konnten auch die Amis nicht mit allen Begriffen was anfangen. All I say is: "Who is Margret Thatcher?"

Jetzt gehts gleich mit Steph's Family zum Frühstücksbuffet, von dem hier schon seit letzter Woche alle schwärmen. Dannach steht noch ein Besuch im Supermarkt an (ja ist auch am Sonntag offen) und dann beziehen wir unser neues Domizil. Ach ja, und der erste Gast sitzt ja auch schon im Flieger richtig O'Hare. Jenny kommt heute abend an.

Samstag, 18. August 2007

Ein Hauch von Schweden

Was tut man als neuer Appartmentbesitzer (auch in den USA) als erstes??? Klar, man fährt zu IKEA. Diesmal ging es nicht zur Ausfahrt Rodenkirchen sondern zur Filiale Schaumburg. Von außen war aber kein großer Unterschied zu erkennen. Von innen war natürlich wieder alles viel größer als in Deutschland. Das Wohungsparadies erstreckte sich auf insgesamt 4 Etagen. Im Unterschied zu Deutschland, wird hier nicht nach Möbeln und Kleinkram unterschieden - die Etagen sind thematisch aufgebaut: d.h. Töpfe und Teller findet man direkt bei den Einbauküchen.
Um es den Kunden trotzdem zu ermöglichen die Etagen zu wechseln, gibt es hier spezielle Aufzüge für die Einkaufswagen - so was hab ich ja noch nie gesehen!

Auf jeden Fall hatten wir ganz schnell 3 Wagen randvoll mit Küchenutensilien, Badezimmerzubehör und Aufbewahrungskram gefüllt. Ok... wir waren zu dritt und hatten auch noch einen Laufzettel mit den Regalnummern für den Selbstabholer-Möbelbereich...
Irgendwie haben wir es dann geschafft, die 4 Einkaufswagen zur Kasse zu befördern und den Van von Carl damit zu beladen.

Nachdem wir ungefähr 3 Stunden bei Ikea verbracht hatten ging es im Schneckentempo (auf den Highways rund um Chicago ist immer Rushhour bis auf 4 Stunden am Tag, hab ich mir sagen lassen) zum Büro von Branda, um unsere Schecks in Wohnungsschlüssel einzutauschen.
Branda war wieder super nett: "We just had an ice-cream party! Does anybody want some ice-cream?" Wir haben dann aber verzichtet, da wir schon seit ca. 2 Stunden auf der Straße waren und eigentlich nur noch den Kram im Appartment loswerden wollten. Schlüsselübergabe lief erfolgreich und wir wurden alle mit einem dicken Hug verabschiedet. Thanks Branda!

Nachdem wir uns in Greek-Town den Magen mit Feta-Pommes... ja das gibt es: Pommes mit Feta, Gyrosgewürz und Ketchup... perverse Mischung... vollgeschlagen hatten, sind wir dann recht zügig nach Arlington Heights gefahren. Der Höhepunkt des Abends sollte der Film "The Good Shepherd bilden. Leider habe ich von Beginn an nichts - also rein gar nichts - verstanden. Ich habe schon an meinen Englischkenntnissen gezweifelt, aber Steph und Carl waren ebenfalls sehr verwirrt. Als der Film nach 2 Stunden immer noch nicht zuende war, haben wir uns darauf geeinigt, dass er "suckt" und ausgemacht - da wir uns eh schon alle in einem Komaähnlichen Zustand befanden.

So! Jetzt gleich gehts zu Walgreens, Target und Handyshops! Es gibt noch viel zu erledigen!

Freitag, 17. August 2007

"Unser neues Zuhause Spezial" - Chicago Penthouse

Ahhhhhhhh..... es passieren doch noch Wunder!!! Wie ich schon erwähnt hatte, stand gestern ein Vorstellungstermin mit den Besitzern eines Appartments an. Auf Anraten Carls haben wir uns aufgestylt um den bestmöglichen Eindruck zu machen. Die Anspannung stieg mit jedem Meter den wir näher an die (hoffentlich *bitte, bitte* zukünftige) Wohnung herankamen. Vor der Tür wurden wir direkt freundlich von Vermieterin Brenda (NYC-upper-class-botox-business-woman) begrüßt.
Im Appartment selbst wartete auch schon ihr Ehemann Alan mit Kaffee und Kuchen auf uns. Der Deal war also perfekt!

Wir haben schon das erste paar Schlüssel ausgehändigt bekommen, obwohl wir noch nicht viel angezahlt haben. Nächste Woche werden Waschmachiene und Trockner geliefert, Vorhänge dürfen wir uns beim Home-Depot anfertigen lassen und die Miete für den Rest von August ist frei! "Welcome to America" meinte Branda nur. Nach so viel Ärger freut man sich um so mehr über solch eine Gastfreundlichkeit.

Und nun ein paar kleine Details zum Penthouse:

--> 2 Schlafzimmer / 2 Badezimmer
--> 1 Wohnzimmer mit Kamin
--> moderne Küche mit Kühlschrank inkl. Eiswürfelautomat, Spülmaschiene, Mikrowelle, Müllschlucker
--> Arbeitszimmer
--> Fitnessraum auf dem Flur
--> Internet included
--> großer Balkon - wahnsinns Blick vom 4. Stock auf die Skyline
--> irgendwo ist auch ein Pool
--> und alles in Uni-Nähe

all I can say is: I LOVE IT!!!!!!!!

Als nächstes gehts zu Ikea, Target und co. und dann versuchen wir schnellstmöglich den Rest der Anzahlung zu Branda zu bringen, damit wir den Rest des Schlüsselbundes bekommen!

Donnerstag, 16. August 2007

Ein gutes Ende?

Wohnungssuche Klappe die Dritte! Nachdem der professionelle Makler seine deutschen Klienten im Ghetto unterbringen wollte, hat Carl die Aktion "Appartment in Chicago" wieder selbst in die Hand genommen. Die Traum-Wohnung mussten wir uns leider abschreiben, da der Landlord darauf bestand die Jahresmiete komplett im Voraus zu kassieren. Ok, das Studentenwohnheim hätte man auch auf einen Schlag bezahlen müssen, aber Carl hat uns darüber aufgeklärt, dass Mietverträge in den USA nicht dieselbe Bindungswirkung haben wie in Deutschland. Der Kerl hätte die $20.000 kassieren können, die Wohnung dann verkaufen können und die neuen Besitzer hätten uns dann auf die Straße setzen können - nicht so tolle Aussichen.

Gestern spätnachmittag hat uns Carl dann nach der Arbeit abegeholt und erneut zu 6 Objekten gefahren. Es war auch was ganz nettes dabei (eigentlich noch toller als das letzte, dafür aber auch teurer). Ich rate niemanden nach Chicago zu ziehen.... Wohnungssuche ist echt ne Herausforderung.... Studios und 1-Bettzimmer gibt es praktisch gar nicht / 2-Bettappartments sind selten / und 3-Bett ist Standard. Da die ganze Stadt im Umbau ist hat man entweder die Wahl zwischen Ghetto oder modernem Neubau (diese Sicherheit hat dann seinen Preis). Also alles nicht ganz so einfach...

Ich bin froh, dass ich professionelle Hilfe habe... ohne einen Co-Signer aus Chicago, der dann die Bürgschaft übernimmt wäre wohl gar nichts zu bekommen. Die Vermieter wollen immer die Kreditwürdigkeit prüfen - aber logischerweise habe ich ja keine Kredit-Geschichte in den USA! Thanks a lot to Steph and Carl! Aber immerhin bin ich seit gestern Kundin der Bank of America.

Gerade habe ich erfahren, dass der Vermieter des Appartments von gestern heute Abend ein Meeting mit Philip und mir arrangieren will. "Dress sharp and clean; and put your best face out", ist was Carl uns geraten hat. Er ist ganz optimistisch. Mal sehen ob ich doch noch stolze Wohnungsbesitzerin in den USA werde... ich will mich noch nicht zu früh freuen, da es ja bisher bei allem was mit DAAD, UIC und Chicago zu tun hatte einen Haken gab ;)
Jetzt hilft nur noch Daumen drücken und beten! Sonst muss ich mir nen netten Platz unter einer der einsturzgefährdeten Brücken suchen.

Dienstag, 14. August 2007

Unter der Brücke oder doch ein Loft?


Die letzten Tage war ich schwer busy mit Wohnungssuche und Uni-Registrierung. Man glaubt gar nicht, worum man sich alles kümmern muss, wenn man erstmal im Ausland ist.... ;) wünsche allen viel Spaß, die in den nächsten Tagen rüberkommen :P
Aber wenigstens hab ich dabei auch schon einen ersten Eindruck von der City bekommen. Der Anblick ist der Wahnsinn.

(* Bild links: Skyline vom East Campus)

Sonntag morgen ging es direkt mit Carl auf Wohnungssuche. Da er eine Immobilienlizenz besitzt, hatte er die Möglichkeit uns ohne Anwesenheit der Vermieter bzw. Besitzer ein paar Appartments zu zeigen. Insgesammt durften wir 6 Immobilien bewundern.


Wohnungssuche in Chicago ist nicht so ganz einfach. Wir ich vor Ort erfahren musste, war das Gebiet um die Uni herum früher "projectland" - d.h. die Wohnungen wurden an Kriminelle, Arbeitslose etc. vergeben, so dass sehr schnell ein Ghetto entstand.... Die erste Wohnung die ich zu Gesicht bekam, war auch direkt sehr "nice"... schiefer Plastikboden, braune Waschbecken, und Warnschilder vor Ratten in der Nachbarschaft. Andere Objekte glänzten mit unmittelbarer Lage unter Bahnschienen, zerbrochenen Fenstern, einsturzgefährdeter Veranda und einladenden Schildern wie z.B. "We call Police".

Im krassen Gegenteil dazu präsentierte sich ein Loft im Neubaugebiet (10min zu Fuss zur Uni), dass sowohl mich als auch Philip von Beginn an begeisterte. 5. Etage mit Balkon und Blick auf die Skyline. Moderne Küche inkl. Spülmachiene, Mikrowelle, Waschmachiene und Trockner, 2 große Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, viel Stauraum und ein Fitness-Center und Security im Erdgeschoss... und das ganze für einen anständigen Preis. Leider hat der Landlord, der sich zur Zeit in San Diego aufhält wohl Vorurteile gegenüber Studenten.

Besser lief es dann am Montag in der Uni. In Begleitung von "Mama" Steph sind wir mit der Blue Line in die Stadt gefahren (ca. 1 Stunde Fahrtzeit, sehr laut, sehr ruckelig - da die Schienen seit 20 Jahren nicht mehr erneuert wurden). Der Campus ist sehr groß, wobei wir jetzt nur auf einem der 3 Teile waren. Gemäß meinen architektonischen Fachkenntnissen handelte sich bei den Gebäuden eindeutig um 60s Bauweise - eher nicht so schön. Dafür gibts viel Grün und Sitzgbänke etc.

Vor Ort durfte ich dann endlich die Frau treffen, mit der ich seit Monaten im email-Kontakt stehe: Angela Maloney vom International Office. Sie war ein wenig verpeilt... auf die Frage nach meinen Studienfächern antwortete ich "law" - Maloney: "like folklore" - ich "no like International Law"... Nett wie sie war, hat sie ihren deutschen Schützlingen auch gleich mal erklärt wie man eine Karte liest, oder wie man in den USA telefoniert. Die Kurse kann ich leider erst in der kommenden Woche mit einem Advisor absprechen.

Dannach gings dann erstmal Downtown: Neben den beeindruckenden Wolkenkratzern, gings auch zum Buckingham Fountain, zur Bean, zum Water Tower und selbstverständich Abercrombie & Fitch. Hier ein paar Impressionen:














Chicago ist übrigens das beste Beispiel dafür, dass die USA nicht nur Burger zu bieten hat. Abends waren wir noch in einer spanischen Tappas Bar, die auch sehr gute Sangria zu bieten hatte. Bloß die Patatas Bravas waren so spicy, dass selbst meine hispanic Gastgeber sie nicht essen konnten...

Ach ja... und nun noch ein Suchbild für alle Nappies: Wer erkennt dieses Gebäude???





*Lösung: Marina City*










Heute waren Phil und ich erstmal auf uns allein gestellt. Wir mussten zu einem Marklerbüro finden, von wo aus uns ein Angestellter zu diversen Appartments fahren sollte - in den USA zahlt immer der Besitzer für die Vermittlung seines Gebäudes. Sehr praktisch, wenn man selber kein Auto hat - in einer Stadt wie Chicago wäre es sonst auch fast unmöglich an einem Tag mehr als 3 Gebäude zu besichtigen...
Leider stellten sich die Objekte allesamt als ungeeignet heraus. Um meine Ausführungen ein wenig abzukürzen: Ghetto, Ghetto, Ghetto! Wenn auf den Stufen zu den Appartments Obdachlose rumlungern, die Straßen wegen Wasseransammlungen unpassierbar sind und 80% der Gebäude einer Straße leerstehen und das Naherholungsgebiet eine verlassene Industrieanlage ist, dann ist davon auszugehen, dass man als weiße Mitteleuropäerin keine lange Lebenserwartung hat ;)

Und nun hoffe, ich dass wir gleich zu Blockbuster fahren um Disturbia auszuleihen (der in Deutschland seit März angekündigt wird, aber noch nicht gelaufen ist und hier praktischerweise schon auf DVD erhältlich ist)

Samstag, 11. August 2007

Arrival

Viele Grüße aus Chicago! Es ist noch ziemlich früh, aber der Jetlag lässt mich nicht mehr weiter schlafen - dann kann ich die Zeit ja auch sinnvoll nutzen: z.B. für diesen Blog!

Am Freitag ging es also los! Ich war verdammt aufgeregt, es war zwar mein siebter Flug in die USA - aber trotzdem der erste ohne Family. Und ich werde auch nicht, wie sonst, nach 2 Wochen zurückkommen. Der Flug war ganz ok. Das TV-Programm von American Airlines war recht langweilig und das Essen war auch nicht so der Burner, aber dafür gab es so gut wie keine Turbulenzen (abgesehen vom Flug über Lake Michigan, wo es wohl immer windig sein soll).

Gegen alle bösen Vorahnungen habe ich auch mein Gepäck wiederbekommen. Nachdem ich dann schon 45min in einer immens langen Schlange am Einreiseschalter für Non-Immigrants gewartet hatte, durfte ich doch tatsächlich in die "US Citizen"-Schlange wechseln. 10min später durfte ich dann offiziell amerikanischen Boden betreten!

Am Flughafen wurde ich dann direkt sehr herzlich von Phil's Freundin Steph und ihrer Schwester Diana begrüßt. Nachdem der Phil dann auch endlich die Einreiseprozedur hinter sich gebracht hatte, konnten wir dann zu Steph's Eltern nach Hause fahren, wo wir dann mit ihrem Freund Carl, ihrem Bruder Ruben und ihrer Mutter "Chicago Deep Dish Pizza" gegessen haben. Sehr lecker: sah eher aus wie ne Tarte und die Tomatensoße war über dem Käse.

Gestern morgen gings dann erstmal in den Supermarkt. Das war wie immer ein Erlebnis... 10m Regale mit Cereals, Chips oder Eiscreme sind halt eher ungewöhnlich für Europäische Besucher... die Amis haben sich jedoch bestimmt über meine Reaktion auf eine 3 Liter Heinz Ketchup Flasche gewundert - supersize ist dort halt ganz normal.

Meinen Tageshöhepunkt war dann der Besuch im Outlet-Center. Steph hat extra die einstündige Fahrt nach Wisconsin (dem Käse-Staat) auf sich genommen, weil dort die Staate Tax nur 5% beträgt... in den USA muss man ja immer noch was auf die Preisetiketten draufrechnen! Wie alle Deutschen musste ich natürlich direkt zu Tommy Hilfiger und Ralph Lauren, weils hier ja so "billig" ist - mit 50€ für Shirts in beiden Geschäften habe ich dann aber auch nen guten Deal gemacht. Selbstverständlich habe nach nur 1min andere Freundensbekundungen über den Early Fall Sale auf Deutsch vernommen.... Steph und ihre Geschwister konnten gar nicht glauben, dass der Kram in Europa drei Mal so teuer ist.

Der Rest des Tages bestand dann nur noch aus Chillen - es ist auch furchtbar heiß hier!!! Erinnert mich verdammt an Florida - und momentan kann ich es auch noch nicht glauben, dass es hier im Winter kalt werden soll. Und gegen 21.00 Uhr hab ich dann schon fast wieder geschlafen.

Heute erwartet mich dann mein erster Trip nach Downtown Chicago!!! Steph's Freund Carl arbeitet nebenbei noch für irgendne Immobiliengesellschaft und hat ein paar Besichtigungstermine organisiert. Vielleicht gibts das nächste Mal schon ein paar Fotos von der Chicago Skyline (inkl. Marina City ;) )
So und nun bleibt die Frage: Wann gibts Frühstück?????