Sonntag, 10. Februar 2008

6 Months!

Kaum zu glauben, aber wahr! Heute bin ich genau 6 Monate in Chicago. Dabei kommt es mir noch gar nicht so lange vor, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich rund um die Uhr mit meinem Unikram beschäftigt bin. Daher hatte ich die letzten Wochen auch nicht so furchtbar viel interessantes zu berichten. Sollte es jedoch Interessenten geben, die gerne meine Paper lesen würden, dann schicke ich sie gerne auf Anfrage zu. Letzte Woche habe ich einen Essay über Genocide in Darfur und über Class in the Pre-Revolutionary Society in America geschrieben.

Letzten Sonntag haben Philip und ich jedoch mal ne kleine Pause eingelegt und sind ins Shedd Aquarium gegangen. Das ist eines der ältesten (1929) und größten Aquarien in den USA. Es war auch wirklich sehr schön. Neben Fischen aus diversen Wassern gabs auch Haie, Delfine, Wale, Otter und ähnliches. Nebenbei haben wir festgestellt dass der Lake Michigan mitlerweile zugefroren ist, was auch kein Wunder ist. Heute waren es zwar umgerechnet "nur" 0°F aber der Wind war grausam. Daher haben wir es auch nicht weiter geschafft als zum Lunch in einem Cafe in Greek Town.

Jetzt gucke ich mir noh die Grammy Verleihung an - endlich brauch ich dafür mal nicht um 2.00 Nachts aufzustehen!!! Und morgen kommt dann schon die Simone - dann gibts auch bald wieder was zu berichten!!!









Samstag, 19. Januar 2008

First Week (...again...)

Wie schnell doch die Zeit hier vergeht! Jetzt ist schon zum zweiten Mal die erste Uniwoche vorrüber. Dieses Mal habe ich es nach einigem hin und her geschafft 3 Graduate Kurse zu belegen: Hist452 (Origins and Consequences of the American Revolution), Hist592 (Who's In and Who's Out: Immigration Policy and Citizenship in American History) und Pols494 (International Justice: War Crimes, Genocide and Human Rights). Soweit ich das absehen kann, werden alle Kurse interessant werden.

Der Politikkurs wird von einem Professor geleitet der Absolvent der renomierten Harvard Law School ist und Spezialist für die Nazi-Verbrechen ist. Er sieht selber aus wie der wandelnde Tot: immer schwarzer Anzug, schwarzer Rollkragenpullover und einen weißen Zopf. Die meiste Zeit gucken wir Filme, die wir dann besprechen und über die wir alle zwei Wochen unter Hinzunahme von anderen Artikeln einen Essay schreiben müssen. Angefangen haben wir mit "The Devil Came on Horseback", eine Dokumentation über Darfur. Am Ende müssen wir dann in einem Essay beantworten, ob es sich in Darfur um Genocide handelt und ob die Welt eingreifen sollte. Nebenbei hat er noch erwähnt, dass er zu diesem Thema auch schon bei einer Anhörung beim Congress seine Position geschildert hätte.... na was soll ich denn dann noch groß schreiben???

Mein Immigration Kurs ist sogar ein Colloquium - d.h. das die meisten anderen Kursteilnehmer - außer einem undergrad Chinesen, Philip und mir - Doktoranten sind. Als wir am ersten Tag in den Raum kamen waren wir ein wenig geschockt, da dort nur ein runder Konferenztisch mit 8 Stühlen stand. Insgesamt sind jetzt aber doch 14 Leute in dem Kurs - der Professor besteht jedoch darauf, den Kurs in "privater" Atmosphäre zu halten. Wie alle Geschichtskurse ist der Spaß wieder sehr leseintensiv (200 Seiten pro Woche). Zusätzlich müssen wir noch ein Referatsthema übernehmen und ein Research Paper verfassen. Für das Referat werde ich wohl den Teil über die Änderung der Deutschen Einwanderungsbestimmungen übernehmen müssen.

Der andere Geschichtskurs ist wahrscheinlich nicht ganz so intensiv - trotzdem werden ähnliche Lesemengen erwartet. Wir müssen außerdem noch Kurzreferate über Quellen halten, mehrere Essays schreiben, es gibt 2 Klausuren und ein Research Paper. Aber über das revolutionäre Großereignis sollte man ja auch mal bescheid wissen!

Nun noch was zur Gesamtlage in Chicago: heute ist die Temperatur auf -18°C gefallen. Der Weather Channel hat jedoch schon gewarnt, dass es sich eher wie -28°C anfühlt. Ich kann da zwar nicht mehr wirklich differenzieren, aber es war echt "Arschkalt"!!!! Der Weg zum Supermarkt im Eskimo-Outfit war trotz Zwischenstopp bei Starbucks eine Qual.
Daher werde ich heute auch nicht mehr das Haus verlassen. Pizza Hut muss uns das Abendessen liefern und dann werden nur noch DVDs geguckt. Mein heutiges Lesepensum hab ich abgearbeitet, daher kann man sich auch mal ne Pause gönnen!
Viele Grüße aus der Icebox

Sonntag, 6. Januar 2008

Happy New Year in Miami

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich wünsche trotzdem noch mal alles Gute und hoffe, dass alle Leser meines Blogs gut 'gerutscht' sind.


Ich bin am Donnerstag abend von meinem Kurzurlaub in Miami Beach zurückgekehrt. Die fünf Tage waren leider viel zu kurz um von einem richtigen Urlaub zu sprechen, zumal ich zwei Tage fast nur in Flughäfen verbracht habe. Auf dem Hinflug hatte ich 4 Stunden Aufenthalt in Nashville, Tennessee und auf dem Rückflug 4 Stunden in Atlanta, Georgia. Ließ sich so kurzfristig leider nicht anders regeln - aber so hab ich dann mal zwei neue Flughäfen gesehen....


In Miami habe ich dann Miri und Ines (eine Freundin von Miri aus ihrem College in Michigan) getroffen. Unser Hostel lag direkt in South Beach auf der Collins Avenue. Ein Block entfernt vom Ocean Drive und Strand usw. Obwohl es erst im Juni eröffnet worden war, war es trotzdem ein wenig ranzig - naja - war ja nur für 4 Nächte. Das Wetter war dafür umso besser: zwischen 80° und 90° Fahrenheit, so dass wir den Sylvestertag und Neujahr am Strand verbringen konnten. Selbst das Wasser war warm genug um schwimmen zu gehen.



Sylvester an sich war auch sehr anders. Der Ocean Drive war komplett für den Verkehr gesperrt und alle Leute waren am Strand. Wir haben uns dann auch zwei Flaschen Sekt und Plastikbecher gekauft und haben im Freien angestoßen. An Sylvester gelten wohl die "drinking in public" Regeln nicht... Auf Höhe unseres Hostels gabs ein schönes Feuerwerk und dannach sind wir noch für ne Stunde in eine der Bars am Ocean Drive gegangen.



Am nächsten Tag gabs erstmal einen Temperatursturz. Die Kältewelle aus Canada ist bis nach Miami runtergezogen - plötzlich hatten wir nur noch zwischen 50° und 60° F. Den Tag haben wir dann genutzt um in das mit dem Bus 20 min entfernte Downtown Miami zu fahren. Vor Ort sind wir an der Bayside entlangspaziert und haben dann eine Hafenrundfahrt entlang Fisher Island und anderer Privatinseln wo die reichen und schönen ihre Sommerdomizile haben. Da waren schon ein paar nette Hütten dabei.... und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder zurück.






Freitag ist dann auch die Miri wieder abgereist und dann bis eben bei uns geblieben. Jetzt sitzt sie aber schon wieder im Zug richtung Kalamazoo, da bei ihr morgen die Uni wieder losgeht. Wir haben hingegen noch eine weitere Woche Ferien!

Samstag, 29. Dezember 2007

X-Mas

Ich hoffe, meine Leser haben die Feiertage alle unbeschadet überstanden!
Unser German Christmas in Chicago ist auch gelungen. Am 23. sind Max aus Providence und mit einigen Stunden Verspätung und ohne Gepäck Max & Stefan aus Aachen angereist - damit waren wir dann zu 6. im Apartment.
Am 24. haben wir bei uns in deutscher Tradition gefeiert. Fabi, der sich vor kurzem entschieden hat noch etwas in Chicago zu verweilen, ist abends auch vorbeigekommen. Am Vormittag mussten wir erstmal die Lebensmittel fürs Dinner einkaufen und fehlende Haushaltsgeräte organisieren. Dann hat uns Max - trotz Jetlag - ein perfektes Dinner gekocht: es gab Möhren-Ingwer Suppe mit Riesengarnelen, Steak mit Kartoffelgratain und Ratatouille und Vanille-Zimt-Mousse mit Rotweinäpfeln... Lecker!!!!

Hier ein paar Impressionen

Stefan, Max und Max - wann sieht man mal 3 Männer kochen???
Der Weihnachtsbaum
Die Deko steht!

Vorfreude!Bescherung

Stefan
Fabi & Max mit neuen Mützen
Das SAW -Männchen und Ich
Stefan, Me, Max, Miri & Fabi
Der Kalamazoo-Fanclub: Max, Me & Phil

Am nächsten Tag gings dann nach Wheeling zur Ramos-Family. Gastfreundlich wie immer wurde die gesamte deutsche Crowd eingeladen und mit Paella und Feuerzangenbowle versorgt.

Lucy und Mary Lou
Steph und Carl
Der Ramos-Tree

Stefan, Max & Phil
Stefan, Max, Phil, Lucy, Carl, Ruben, Steph, Me & Max

Und jetzt werde ich mal die letzten Kleinigkeiten in meinen Koffer packen und dann geht es morgen früh nach Miami Beach!

Samstag, 22. Dezember 2007

Christmas Time

Kaum zu glauben, aber in zwei Tagen ist schon Weihnachten! Die Zeit verfliegt einfach mal wieder. Vor einer Woche ist die Miri schon angekommen und morgen erwarten wir Max, Max und Stefan. Um uns auf die Ankunft der Weihnachtsgäste vorzubereiten, fand heute das große deutsch-amerikanisch-guatemalische 'Christmas Baking Out' in der 15th Street statt. Innerhalb von 3 Stunden haben Steph, Diana, Miri und ich (mit ein wenig Unterstützung von Phil und Ruben) 8 Sorten Plätzchen gebacken. Wahnsinn! Am Ende der Aktion konnten wir den Plätzchengeruch nicht mehr ertragen und sind zu einem Thai Place gefahren. Chicken 'sweet and sour' hat auf den ganzen Süßkram so richtig gut getan!
Morgen muss dann nochmal so richtig geputzt werden... damit wir dann zu sechst das Apartment verwüsten können.
Ich habe mich übrigens entschieden, dieses Jahr Sylvester unter Palmen zu verbringen. Florida ist immer wieder schön: Am 30. Dezember fliege ich für 4 Tage nach Miami Beach runter. Miri und ein paar Freundinnen vom Kalamazoo sind auch dort und haben ein modernes Hostel in South Beach ausfindig gemacht. Ich hoffe, die Zeit reicht aus um ein wenig Farbe zu bekommen und Sonne zu tanken, bevor dann der eisige Januar über Chicago reinbricht.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Snow

Ich hätte ja nicht mehr damit gerechnet, dass ich mal einen richtigen Winter mit Schnee und allem erleben würde.... Im Rheinland siehts ja immer ein wenig mau aus....
Gestern abend ist die Miri aus Kalamazoo, Michigan angekommen - das ist ca. 2 Stunden mit der Bahn entfernt. Der Zug hatte natürlich Verspätung, da die Gleise ja so oll sind, dass ein wenig Schnee alles lahm legt. Gstern Spätnachmittag / Nacht hat es dann auch ziemlich doll geschneit. Es war so schön draußen, dass wir unseren Plan - den ganzen Tag im Jogging-Anzug á la Durchschnittsami vorm TV zu gammeln - schnell wieder aufgegeben haben.

Hier die ersten impressionen aus dem University Village:






Wir sind in Richtung North Side gefahren (mit der Red Line bis Fullerton) - Lincoln Park heißt die Neighborhood. Diese nette Residential Area sieht aus als käme sie aus einem Hollywood Weihnachtsfilm. Zur Stärkung hatten wir einen Bagle bei den Einstein Bros. und haben dann noch eine Austrian Bakery entdeckt. Cafe Latte durften die nicht verkaufen, weil denen der Starbucks nebenan irgendwelche Auflagen gemacht hat, aber der Bienenstich war super! Das nächste mal will ich Sacher Torte!!!





Dannach habe ich meinen lange gehegten Wunsch erfüllt bekommen, in den Zoo zu gehen. Leider lag so viel Schnee, dass sich die Tiere nicht rausgetraut haben. Zudem wurde es schon dunkel und die Füße hatten sich in Eisklötze verwandelt.... Aber zumindest Pinguine und Raubkatzen haben wir zu Gesicht bekommen - das sind eh meine favourites!!!







Und nachdem wir nach der Schneeballschlacht total verfroren waren haben wir uns dann vom Taxi zurückbringen lassen. Bei dem $ ist ein wenig Dekadenz möglich...

Jetzt gleich kommt das Finale von "America's Most Smartest Model" - TRASH!!!