Wie schnell doch die Zeit hier vergeht! Jetzt ist schon zum zweiten Mal die erste Uniwoche vorrüber. Dieses Mal habe ich es nach einigem hin und her geschafft 3 Graduate Kurse zu belegen: Hist452 (Origins and Consequences of the American Revolution), Hist592 (Who's In and Who's Out: Immigration Policy and Citizenship in American History) und Pols494 (International Justice: War Crimes, Genocide and Human Rights). Soweit ich das absehen kann, werden alle Kurse interessant werden.
Der Politikkurs wird von einem Professor geleitet der Absolvent der renomierten Harvard Law School ist und Spezialist für die Nazi-Verbrechen ist. Er sieht selber aus wie der wandelnde Tot: immer schwarzer Anzug, schwarzer Rollkragenpullover und einen weißen Zopf. Die meiste Zeit gucken wir Filme, die wir dann besprechen und über die wir alle zwei Wochen unter Hinzunahme von anderen Artikeln einen Essay schreiben müssen. Angefangen haben wir mit "The Devil Came on Horseback", eine Dokumentation über Darfur. Am Ende müssen wir dann in einem Essay beantworten, ob es sich in Darfur um Genocide handelt und ob die Welt eingreifen sollte. Nebenbei hat er noch erwähnt, dass er zu diesem Thema auch schon bei einer Anhörung beim Congress seine Position geschildert hätte.... na was soll ich denn dann noch groß schreiben???
Mein Immigration Kurs ist sogar ein Colloquium - d.h. das die meisten anderen Kursteilnehmer - außer einem undergrad Chinesen, Philip und mir - Doktoranten sind. Als wir am ersten Tag in den Raum kamen waren wir ein wenig geschockt, da dort nur ein runder Konferenztisch mit 8 Stühlen stand. Insgesamt sind jetzt aber doch 14 Leute in dem Kurs - der Professor besteht jedoch darauf, den Kurs in "privater" Atmosphäre zu halten. Wie alle Geschichtskurse ist der Spaß wieder sehr leseintensiv (200 Seiten pro Woche). Zusätzlich müssen wir noch ein Referatsthema übernehmen und ein Research Paper verfassen. Für das Referat werde ich wohl den Teil über die Änderung der Deutschen Einwanderungsbestimmungen übernehmen müssen.
Der andere Geschichtskurs ist wahrscheinlich nicht ganz so intensiv - trotzdem werden ähnliche Lesemengen erwartet. Wir müssen außerdem noch Kurzreferate über Quellen halten, mehrere Essays schreiben, es gibt 2 Klausuren und ein Research Paper. Aber über das revolutionäre Großereignis sollte man ja auch mal bescheid wissen!
Nun noch was zur Gesamtlage in Chicago: heute ist die Temperatur auf -18°C gefallen. Der Weather Channel hat jedoch schon gewarnt, dass es sich eher wie -28°C anfühlt. Ich kann da zwar nicht mehr wirklich differenzieren, aber es war echt "Arschkalt"!!!! Der Weg zum Supermarkt im Eskimo-Outfit war trotz Zwischenstopp bei Starbucks eine Qual.
Daher werde ich heute auch nicht mehr das Haus verlassen. Pizza Hut muss uns das Abendessen liefern und dann werden nur noch DVDs geguckt. Mein heutiges Lesepensum hab ich abgearbeitet, daher kann man sich auch mal ne Pause gönnen!
Viele Grüße aus der Icebox
Samstag, 19. Januar 2008
Sonntag, 6. Januar 2008
Happy New Year in Miami
Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich wünsche trotzdem noch mal alles Gute und hoffe, dass alle Leser meines Blogs gut 'gerutscht' sind.

Ich bin am Donnerstag abend von meinem Kurzurlaub in Miami Beach zurückgekehrt. Die fünf Tage waren leider viel zu kurz um von einem richtigen Urlaub zu sprechen, zumal ich zwei Tage fast nur in Flughäfen verbracht habe. Auf dem Hinflug hatte ich 4 Stunden Aufenthalt in Nashville, Tennessee und auf dem Rückflug 4 Stunden in Atlanta, Georgia. Ließ sich so kurzfristig leider nicht anders regeln - aber so hab ich dann mal zwei neue Flughäfen gesehen....



In Miami habe ich dann Miri und Ines (eine Freundin von Miri aus ihrem College in Michigan) getroffen. Unser Hostel lag direkt in South Beach auf der Collins Avenue. Ein Block entfernt vom Ocean Drive und Strand usw. Obwohl es erst im Juni eröffnet worden war, war es trotzdem ein wenig ranzig - naja - war ja nur für 4 Nächte. Das Wetter war dafür umso besser: zwischen 80° und 90° Fahrenheit, so dass wir den Sylvestertag und Neujahr am Strand verbringen konnten. Selbst das Wasser war warm genug um schwimmen zu gehen.


Sylvester an sich war auch sehr anders. Der Ocean Drive war komplett für den Verkehr gesperrt und alle Leute waren am Strand. Wir haben uns dann auch zwei Flaschen Sekt und Plastikbecher gekauft und haben im Freien angestoßen. An Sylvester gelten wohl die "drinking in public" Regeln nicht... Auf Höhe unseres Hostels gabs ein schönes Feuerwerk und dannach sind wir noch für ne Stunde in eine der Bars am Ocean Drive gegangen.


Am nächsten Tag gabs erstmal einen Temperatursturz. Die Kältewelle aus Canada ist bis nach Miami runtergezogen - plötzlich hatten wir nur noch zwischen 50° und 60° F. Den Tag haben wir dann genutzt um in das mit dem Bus 20 min entfernte Downtown Miami zu fahren. Vor Ort sind wir an der Bayside entlangspaziert und haben dann eine Hafenrundfahrt entlang Fisher Island und anderer Privatinseln wo die reichen und schönen ihre Sommerdomizile haben. Da waren schon ein paar nette Hütten dabei.... und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder zurück.






Freitag ist dann auch die Miri wieder abgereist und dann bis eben bei uns geblieben. Jetzt sitzt sie aber schon wieder im Zug richtung Kalamazoo, da bei ihr morgen die Uni wieder losgeht. Wir haben hingegen noch eine weitere Woche Ferien!
Ich bin am Donnerstag abend von meinem Kurzurlaub in Miami Beach zurückgekehrt. Die fünf Tage waren leider viel zu kurz um von einem richtigen Urlaub zu sprechen, zumal ich zwei Tage fast nur in Flughäfen verbracht habe. Auf dem Hinflug hatte ich 4 Stunden Aufenthalt in Nashville, Tennessee und auf dem Rückflug 4 Stunden in Atlanta, Georgia. Ließ sich so kurzfristig leider nicht anders regeln - aber so hab ich dann mal zwei neue Flughäfen gesehen....
In Miami habe ich dann Miri und Ines (eine Freundin von Miri aus ihrem College in Michigan) getroffen. Unser Hostel lag direkt in South Beach auf der Collins Avenue. Ein Block entfernt vom Ocean Drive und Strand usw. Obwohl es erst im Juni eröffnet worden war, war es trotzdem ein wenig ranzig - naja - war ja nur für 4 Nächte. Das Wetter war dafür umso besser: zwischen 80° und 90° Fahrenheit, so dass wir den Sylvestertag und Neujahr am Strand verbringen konnten. Selbst das Wasser war warm genug um schwimmen zu gehen.
Sylvester an sich war auch sehr anders. Der Ocean Drive war komplett für den Verkehr gesperrt und alle Leute waren am Strand. Wir haben uns dann auch zwei Flaschen Sekt und Plastikbecher gekauft und haben im Freien angestoßen. An Sylvester gelten wohl die "drinking in public" Regeln nicht... Auf Höhe unseres Hostels gabs ein schönes Feuerwerk und dannach sind wir noch für ne Stunde in eine der Bars am Ocean Drive gegangen.
Am nächsten Tag gabs erstmal einen Temperatursturz. Die Kältewelle aus Canada ist bis nach Miami runtergezogen - plötzlich hatten wir nur noch zwischen 50° und 60° F. Den Tag haben wir dann genutzt um in das mit dem Bus 20 min entfernte Downtown Miami zu fahren. Vor Ort sind wir an der Bayside entlangspaziert und haben dann eine Hafenrundfahrt entlang Fisher Island und anderer Privatinseln wo die reichen und schönen ihre Sommerdomizile haben. Da waren schon ein paar nette Hütten dabei.... und am nächsten Tag gings dann auch schon wieder zurück.
Freitag ist dann auch die Miri wieder abgereist und dann bis eben bei uns geblieben. Jetzt sitzt sie aber schon wieder im Zug richtung Kalamazoo, da bei ihr morgen die Uni wieder losgeht. Wir haben hingegen noch eine weitere Woche Ferien!
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